“Wanderwüste” Råbjerg Mile

Heute möchten wir euch von unserem spannenden Abenteuer erzählen, als wir die größte Wanderdüne Dänemarks, die Råbjerg Mile im hohen Norden besucht haben. Gemeinsam mit Yoshi machten wir uns auf den Weg zu diesem beeindruckenden Naturphänomen. Was wir gesehen haben, hat uns sprachlos gemacht und uns das Gefühl gegeben, als wären wir in einem anderen Land gelandet.

Eine Düne!? Das ist doch ‘ne Wüste!?

Råbjerg Mile

Von unserer Unterkunft war es nur eine kurze Anfahrt von ca. 30 Minuten bis zur Råbjerg Mile. Als wir die Wanderdüne erreichen, waren wir sofort von ihrer Größe und der trockenen, sandigen Umgebung überrascht. Der Anblick erinnert uns eher an eine Wüste, obwohl wir uns ja immer noch in Dänemark befinden. Der leicht aber konstant wehende Wind trägt den feinen Sand die Hügel hinauf, wirbelt sie um uns herum und war uns immer eine willkommene Abkühlung.

Unwirkliches Naturschauspiel

Surreale Atmosphäre

Die Kombination aus goldenem Sand, den windgeformten Dünen und dem klaren blauen Himmel erzeugte eine Atmosphäre, die fast surreal erschien. Die Stille und Ruhe ließen uns den Alltag vollkommen vergessen.

Der Wald da hinten, der hat es bald “hinter sich”!

Ist schon wirklich ein faszinierendes Phänomen so eine Wanderdüne, denn sie verschluckt einfach Stück für Stück die Umgebung. Die Kraft des Windes und der Sand haben dazu geführt, dass bereits große Teile des Waldes unter einer dicken Sandschicht begraben sind, die nach der Wanderung auf der anderen Seite peut à peut wieder freigelegt werden.

Der “Wald”, wenn er nach ca. 40 Jahren wieder von der weiter wandernden Düne freigegeben wird.

Die Düne bewegt sich pro Jahr ca. 15 Meter vorwärts, das bedeutet für die Landschaft und Umgebung hier, dass sie in ca. 150 Jahren die Hauptstraße nach Skagen unter sich begraben haben wird. By the way, wir reden hier von einem Sandhaufen, der sich sich über knappe 2 Quadratkilometer Bodenfläche erstreckt!

Und so sieht es aus, wenn die Düne “durch” ist.

Auf ihrem Weg nach Süd-Ost hinterlässt die Düne eine flache, feuchte Sandfläche in der sich zum Teil kleine Seen formen und dadurch einen Lebensraum für zahlreiche Vögel geschaffen hat.

Ich geb’ Gas – Ich hab’ Spaß!

VOLLGAAAAAASS!

Yoshi war von dieser ungewohnten Umgebung ebenso fasziniert wie wir. Der sehr feine Sand war für seine empfindlichen Pfoten allerdings eine Herausforderung, dennoch ließ er sich nicht entmutigen und erkundete “vorsichtig” die Dünenlandschaft, natürlich unter Volldampf! 😉 Aber keine Sorge, wir haben gut auf ihn aufgepasst und gaben ihm Zeit, sich an die Umgebung zu gewöhnen.

Genügend Pausen mit reichlich Wasser!
Wer sich freiwillig in den Schatten legt braucht eine Auszeit.
OK, weiter geht’s! Let’s conquer the dune!

Der Besuch der größten Wanderdüne Dänemarks war für uns ein tolles Abenteuer. Es war eine Erfahrung, die wir so in Nordeuropa nicht erwartet hätten!

Bye bye – Schätzungen zufolge wird Råbjerg Mile um das Jahr 2160 in der Ostsee verschwinden… tse … der Klimawandel!

Uns hat es sehr gut gefallen!

Ganz schön grell hier!

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